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Systembeschreibung : Zweileitungs-Zentralschmieranlagen
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Systembeschreibung : Zweileitungs-Zentralschmieranlagen

Anwendung

Zentralschmieranlagen mit zwei Hauptleitungen dienen vorzugsweise zur Schmierung von Maschinen und Maschinenanlagen mit großer Schmierstellenzahl.

Zahl der Schmierstellen: bis über 1000
Rohrleitungslänge: bis ca. 150 m
Pumpendruck: bis ca. 400 bar

Einsatzgebiete

Hüttenwerke, Walzwerke, Bergbau, Kraftwerke, Zementfabriken, Ziegeleien, Zuckerfabriken, Brauereien, Baumaschinen usw.

Aufbau

Die Zentralschmieranlage besteht im wesentlichen aus der Pumpe, einem 4/2-Wege- oder zwei 3/2-Wege-Umsteuerventilen, den zwei Hauptleitungen, den in Reibstellennähe angebrachten Verteilern, den zu den Reibstellen führenden Reibstellenleitungen, einem Schaltgerät am Leitungsende, der Manometerkonsole und der Steuerung. Die Pumpe ist durch ein Druckbegrenzungsventil vor Überdruck zu schützen.

Wirkungsweise

Der Druckraum und der Schmierstoffbehälter einer Schmierpumpe werden über ein Umsteuergerät (4/2-Wegeventil) wechselseitig mit je einer Hauptleitung verbunden. An den beiden Hauptleitungen lassen sich beliebig viele Verteiler anschließen. Durch den Schmierstoffdruck wird die Hälfte der an den Verteilern angeschlossenen Schmierstellen mit einer vom Kolbenhubvolumen abhängigen Schmierstoffmenge versorgt. Anschließend wird durch den von Hand oder automatisch eingeleiteten Umsteuervorgang die bisher unter Druck stehende Hauptleitung mit dem Pumpenbehälter und die bisher entlastete Leitung mit dem Pumpendruckraum verbunden. Dadurch wird die zweite Hälfte der Schmierstellen abgeschmiert. Es folgt meist eine Schmierpause.

Vorteile

  • Die Dosiermenge kann dem unterschiedlichen Schmierstoffbedarf der Reibstellen angepaßt werden
    • durch Auswahl der geeigneten Verteilergröße,
    • durch Verändern der Dosiermengeneinstellung und
    • durch Verändern der Pausenzeit.
  • Die Dosiermenge ist abhängig vom Gegendruck.
  • Die Anlagen lassen sich jederzeit durch Anschluß weiterer Verteiler erweitern oder durch Stillegen von Verteilern oder Auslässen verkleinern.
  • Bei Verwendung von zwei 3/2-Wegeventilen zur Umsteuerung sind beide Hauptleitungen auch bei mehrsträngigen Anlagen während der Schmierpausen entlastet. Dadurch ist ein geringerer Pumpendruck erforderlich im Vergleich zu Anlagen mit einer während der Pause unter Druck stehenden Leitung.
  • Zusätzliche Überwachung kritischer Reibstellen ist durch paarweise Kontrolle von Verteilerauslässen mit Hilfe von Endschaltern möglich.
  • Die Anlagen können vollautomatisch mit einstellbaren Schmierpausen betrieben werden.
  • Abhängig vom Pumpentyp und Schmierstoff lassen sich bis über 1000 Reibstellen auf Entfernungen von etwa 100 m schmieren.
  • Bei allen automatischen Anlagen wird das patentierte Schaltgerät SG-A eingesetzt, welches das Umsteuern, d.h. den Druckwechsel in den beiden Hauptleitungen, in Abhängigkeit vom Differenzdruck vom Leitungsende einleitet. Abhängig von Temperatur, Schmierstoff und Leitungsabmessungen stellt sich der optimale Arbeitsdruck selbsttätig ein und es ergeben sich im Vergleich zu Anlagen, bei denen das Schaltgerät an der Pumpe vorgesehen ist, folgende Vorteile:
    • Die Belastung der Pumpe ist nicht größer als notwendig.
    • Auch bei niedrigen Temperaturen und dadurch nur langsamem Druckaufbau (Rohrreibungswiderstand) ist die Abgabe der richtigen Schmierstoffmenge durch das am Leitungsende angeordnete Schaltgerät SG-A gewährleistet.
    • Die Hauptleitungen werden durch das Schaltgerät zusätzlich überwacht.

Zugehörige Dokumente

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